
Dauerstreit um VDSL-Netznutzung offenbar vor der Einigung
Einem Zeitungsbericht zufolge soll endlich Bewegung in den über Jahre erbittert geführten Streit um die Nutzung der VDSL-Leerrohre der Telekom gekommen sein. Angeblich soll zur CeBIT zumindest eine Lösung für die schon existenten 50 VDSL-Städte präsentiert werden.
Düsseldorf/Berlin/Bonn (red) - Einem Bericht des Handelsblatts zufolge ist ein Ende des jahrelangen Streits um die Nutzung des Telekom-VDSL-Netzes durch Wettbewerber in Sicht. Demnach erwartet Telekom-Festnetzchef Höttges eine Lösung für die 50 bereits existierenden VDSL-Städte zur CeBIT Anfang März. Für die noch auszubauenden Städte werde weiter verhandelt.
Insgesamt habe man sich mit den Wettbewerbern Höttges zufolge so weit angenähert, dass tatsächlich eine Lösung in Sicht sei: "Wir hoffen, dass die Wettbewerber unseren Preis auch akzeptieren werden". Auch der Branchenverband VATM, in dem die meisten Telekom-Konkurrenten organisiert sind, sprach von "Bewegung in den Gesprächen".
Der seit Jahren mit harten Bandagen geführte Streit darüber, ob die Wettbewerber die Telekom-Leerrohre für schnelles Internet mitnutzen dürfen, und wenn ja, zu welchem Preis, könnte nun also vor einem Ende stehen. Vermeiden wollen alle Beteiligten ein Einschreiten des Regulierers. Das gilt sowohl für die Telekom (www.telekom.de) selbst, die ihre Investitionskosten bei einem regulierten Netz nicht glaubt hereinholen zu können, als auch für die Wettbewerber. Eine Lösung ohne Regulierer sei grundsätzlich besser als eine mit, betonte ein Vodafone-Sprecher laut Handelsblatt.
In der Branche geht man ohnehin davon aus, dass Kooperationen der Anbieter zunehmen werden. So startete die Telekom kürzlich mit ihrem größten Netzkonkurrenten Vodafone (www.vodafone.de) zusammen in Heilbronn und Würzburg einen Modellversuch. Auch mit den regionalen Netzbetreibern Ewetel und M-net sollen dem Vernehmen nach Kooperationen laufen.
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