
Bundesweite Befragung zur Breitbandversorgung startet
Die zunächst in Rheinland-Pfalz durchgeführte Befragung von Kommunen zur Versorgung mit Breitbandinternet wird nun auf das übrige Bundesgebiet ausgeweitet. Dabei werden etwa die Zahl bislang unversorgter Haushalte und Betriebe abgefragt.
Berlin (red) - Ziel der am Montag gestarteten Befragung vom Wirtschaftsministerium und Deutschem Städte- und Gemeindebund sei es laut Initiatoren, einen entscheidenden Beitrag hin zu einer flächendeckenden Breitbandversorgung zu leisten.
Im Rahmen der Befragung werden Daten erhoben, die für eine flächendeckende Versorgung relevant sind. Hierzu zählen zum Beispiel die Anzahl unversorgter Haushalte und Betriebe, vorhandene TK-Infrastrukturen und mitnutzbare Einrichtungen in unversorgten Ortsteilen. Mit Hilfe der daraus erstellten Datenbank können dann für jede Gemeinde die geeigneten Technologien und der Wirtschaftlichkeitsgrad der Erschließung identifiziert werden. Je genauer die Angaben der Gemeinden sind, desto leichter fällt die Schließung der Versorgungslücken.
Hierdurch werden Marktzutrittskosten reduziert und Anreize für Unternehmen geschaffen, sich mit Lösungen zur Breitbandversorgung zielgerichtet an die Gemeinden zu wenden. Die Ergebnisse der Befragung werden über das Breitbandportal des BMWi (zukunft-breitband.de) verfügbar gemacht. Die für Rheinland-Pfalz vorliegenden Ergebnisse sind bereits veröffentlicht.
Angeregt wurde der Aufbau einer solchen Datenbank vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Der Deutsche Städtetag, das Bundeslandwirtschaftsministerium, die Länder und die einschlägigen Wirtschaftsverbände unterstützen diese Initiative.
Jürgen Grützner vom VATM betonte, es sei entscheidend, dass die effizienteste Technologie zum Einsatz komme und mögliche Fördergelder nicht dafür verschwendet würden, DSL-Netze genau dort aufzubauen, wo bisher ein solcher Ausbau wegen Unwirtschaftlichkeit von der Deutschen Telekom strikt abgelehnt wurde. Grützner appellierte an die politisch Verantwortlichen in Kommunen und Landkreisen, die wichtigsten wirtschaftlichen, topographischen und infrastrukturrelevanten Rahmendaten schnellstmöglich zu liefern. In Rheinland-Pfalz hatten sich innerhalb kurzer Zeit rund drei Viertel der betroffenen Kommunen zurückgemeldet.
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