
Brüssel billigt Gelder für Breitband-Ausbau auf dem Land
Die EU-Kommission hat noch einmal Gelder bewilligt, die in strukturschwachen deutschen Regionen für einen möglichst flächendeckenden Breitband-Ausbau sorgen sollen. 45 Millionen Euro wurden jetzt zusätzlich bewilligt.
Brüssel (red) - Wie die EU-Kommission am Freitag mitteilte, wurden staatliche Beihilfen für die Länder Bayern, Niedersachsen und Sachsen in Höhe von insgesamt 45 Millionen Euro bewilligt. Diese Gelder sind für den Ausbau der Breitbandversorgung in der DSL-Diaspora gedacht. Insgesamt steht für den Breitband-Ausbau jedoch erheblich mehr Geld zur Verfügung: 141 Millionen Euro hatte die Bundesregierung schon im Sommer aus Brüssel genehmigt bekommen.
Derzeit werden immer noch acht bis zehn Prozent der deutschen Haushalte nur unzureichend oder gar nicht mit Breitbandanschlüssen versorgt. Knapp zwei Prozent der Haushalte könnten lediglich über Satellit angeschlossen werden. Klar ist: Flächendeckendes DSL wird es in Deutschland nicht geben, dafür ist der Ausbau in strukturschwachen Regionen einfach zu unattraktiv. Deswegen geht es in dieser DSL-Diaspora vornehmlich um Alternativlösungen wie Funk oder Satellit.
Im Mittelpunkt der Regierungsinitiative steht eine aktive Informationspolitik, die vor allem den Breitbandatlas des BMWi, die Veröffentlichung von Best-Practice-Beispielen, Beratungsleistungen im Rahmen von Pilotprojekten sowie eine bundesweite Abfrage aller Kommunen zur Erstellung einer Breitbanddatenbank umfasst. Den eigentlichen Ausbau müssen Anbieter und Kommunen dann gemeinsam stemmen.
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