
BREKO konstatiert Schieflage beim DSL-Aufschwung
Der Verband der Telekom-Konkurrenten kritisiert, dass die Wiederverkäufer der Telekom satte Zuwächse verbuchen können, die Anbieter mit eigenem Netz hingegen kaum zulegen können. Anlass ist der Jahresbericht des Regulierers.
Der am gestrigen Dienstag vorgestellte Jahresbericht der Bundesnetzagentur offenbart nach Auffassung des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO) eine grundlegend falsche Richtung in der Regulierungspolitik. Im wichtigen Markt der DSL-Breitbandverbindungen konnten laut Bericht im abgelaufenen Jahr Reseller wie United Internet und freenet ein 100prozentiges Wachstum hinlegen, während die Festnetzwettbewerber, die nahezu alle im BREKO organisiert sind, nur 56 Prozent mehr Anschlüsse schalten konnten.
BREKO-Präsident Peer Knauer sieht dies als direkte Konsequenz einer zu Reseller-freundlichen Entgeltregulierung. "Das kommt dabei raus, wenn man marktunübliche Rabatte von bis zu 54 Prozent bei Resellern toleriert. Solch ein Preiswettbewerb geht an der Realität vorbei und würgt echten Wettbewerb ab", kritisierte der Verbandspräsident.
Die Telekom und ihre Reseller haben bei DSL-Anschlüssen einen Marktanteil von 73 Prozent, drei Prozent weniger als im Jahr 2005. Beim Infrastrukturwettbewerb konnten also nur leichte Zuwächse erzielt werden; den größten Erfolg hatten solche DSL-Anbieter, die kein eigenes Netz haben.
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