
Breitbandquote in Deutschland beträgt jetzt 98 Prozent
Die DSL-Diaspora ist wieder etwas kleiner geworden. Seitdem eine Guppe aus Politikern, Verbänden, Telekom-Wettbewerbern und Vertretern der Telekom zusammenarbeitet, tut sich etwas. Doch in vielen Gemeinden sieht es nach wie vor düster aus.
Der Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt auf, dass im Laufe des letzten Jahres einige Breitbandlücken geschlossen werden konnten. Mittlerweile haben nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gut 98 Prozent der Haushalte die Möglichkeit, breitbandige Anschlüsse zu nutzen. Im Jahr 2007 kamen gut fünf Millionen neue Kunden hinzu.
Derzeit haben rund 50 Prozent aller Haushalte einen Breitbandanschluss. Der Anteil der Breitbandkunden mit einer (offiziellen) Bandbreite von mindestens 2 Mbit/s beträgt den Angaben zufolge gut 70 Prozent. Gleichwohl haben immer noch mehr als 700.000 Haushalte gar keinen und weitere fünf bis sechs Prozent der Haushalte einen qualitativ nur unbefriedigenden Breitbandzugang. Daran will die Bundesregierung arbeiten, so das Versprechen.
So wurde im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Breitbandarbeitsgruppe eingerichtet, in der alle relevanten Branchenverbände, die Deutsche Telekom, kommunale Spitzenverbände, die Bundesnetzagentur, Ländervertreter, der DIHK und Breitbandkompetenzzentren an der Beseitigung der Breitbandversorgungslücke mitwirken. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht eine gezielte Informationspolitik, mit der Hilfe zur Selbsthilfe für die betroffenen Regionen geleistet werden soll.
Dass in vielen Fällen ökonomisch tragfähige Marktlösungen möglich sind, hat ein kürzlich durchgeführtes Pilotprojekt bestätigt. Im Zuge des Projekts haben vom Wirtschaftsministerium beauftragte Experten eine Reihe von unversorgten Kommunen vor Ort beraten. In allen Fällen seien sich selbst tragende Alternativlösungen gefunden worden, die in den Kommunen teilweise auch schon umgesetzt werden.
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