
Bestandsaufnahme der Breitband-Infrastruktur gestartet
Zur Verbesserung der Breitband-Versorgung muss sich auch in punkto Infrastruktur einiges tun. Derzeit wird erfasst, welche Netze, Knotenpunkte und Standorte es gibt, um möglichst viel bündeln zu können.
Bonn (red) - Die Bundesnetzagentur hat am Freitag einen Entwurf veröffentlicht, der Rahmenbedingungen für einen bundesweiten Breitband-Infrastrukturatlas festlegen soll. Dabei soll zum Beispiel geklärt werden, wie die Daten künftig übermittelt werden und wer zur Nutzung der Daten berechtigt ist.
Laut Behördenchef Matthias Kurth kann der Aufbau von Hochleistungsnetzen und die Breitband-Anbindung ländlicher Regionen umso schneller und kostengünstiger erfolgen, je effizienter bestehende Infrastrukturen mitgenutzt werden. In den Infrastrukturatlas soll mittelfristig alles aufgenommen werden, was beim Aufbau von Breitbandnetzen mitgenutzt werden kann - etwa Glasfasernetze, Netzknotenpunkte und Leerrohre, Senderstandorte und Richtfunkstrecken. Zudem wird auch die Wegeführung von Netzen der Ver- und Entsorgung (Strom, Gas, Wärme, Wasser, Abwasser) erfasst.
Die Teilnahme am Aufbau des Infrastrukturatlasses ist für die Unternehmen freiwillig. Kurth appellierte jedoch an alle Infrastrukturinhaber, sich zu beteiligen. Der Zeitplan zum Breitbandausbau sei eng und die in der Breitbandstrategie ausgewiesenen Ziele "sehr ehrgeizig", aber wenn alle an einem Strang zögen, sei es zu schaffen, so Kurth. Knapp 300 Unternehmen hätten gegenüber der Netzagentur bereits ihre aktive Unterstützung zugesagt.
Der Entwurf ist auf der Homepage der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Alle interessierten Kreise haben die Möglichkeit, zu dem Entwurf bis 10. Juli 2009 Stellung zu nehmen.
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