
Australischer Forscher löst grundlegendes DSL-Problem
Ein australischer Doktorand hat für seine Forschungen zu DSL-Interferenzen zwei Patente angemeldet. Damit sollen Leistungseinbrüche bei der Bandbreite minimiert werden. Allerdings müsste heute erhältliche Hardware entsprechend angepasst werden.
Viele DSL-Nutzer leiden darunter, dass die vom Anbieter versprochene Bandbreite nicht bei ihnen ankommt. Das kann diverse Ursachen haben und liegt nicht immer in arg vollmundigen Ankündigungen des Providers begründet. Die derzeit im Schnitt angebotenen 1 bis 16 Mbit/s sind oft nur theoretischer Natur, die Kunden surfen teilweise mit erheblich weniger Speed. Mittels einer neuen Technik soll es künftig möglich sein, mit bis zu 250 Mbit/s (Up- und Downstream zusammen genommen) zu surfen.
Der australische Doktorand John Papandriopoulos hat Medienberichten zufolge offenbar die Lösung für DSL-Bandbreitenprobleme gefunden, die User besonders dann heftig ausbremsen, wenn die Entfernung von der Vermittlungsstelle vergleichsweise groß ist. Doch auch bei kurzen Leitungen kann es zu den so genannten Interferenzen kommen. Papandriopoulos soll zwei Patente angemeldet haben, mit deren Hilfe sich die Störungen angeblich minimieren lassen - was deutlich höhere Bandbreiten bis hin zu 250 Mbit/s zur Folge hätte.
In seiner Doktorarbeit schreibt Papandriopoulos, es sei möglich, die bisher schlecht abgeschirmten Kupferkabel auf deutlich höhere Transferraten zu trimmen. Durch das Minimieren der Interferenzen würden die einzelnen Frequenzbänder erheblich leistungsfähiger. Mit der neuen Technik soll es möglich werden, die Leistung der einzelnen Bänder hoch- bzw. herunterzuschalten. So ließen sich die Störungen klein halten. Ob Papandriopoulos schon Lizenznehmer für seine beiden Patente gefunden hat, ist noch nicht bekannt. Die Industrie dürfte sich in jedem Fall freuen: Heute erhältliche DSL-Hardware müsste umgerüstet werden, um von der neuen Technik profitieren zu können, hieß es.
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