
Australien steckt 22 Milliarden in den Breitband-Ausbau
Es ist lange her, dass man down under derart viel Geld in ein Infrastrukturprojekt investiert hat: Umgerechnet 22 Milliarden Euro will der australische Premier Rudd in den nächsten Jahren in den Aufbau eines landesweiten Breitbandnetzes investieren.
Canberra (afp/red) - Mit einem der größten Infrastruktur-Projekte in seiner Geschichte will Australien den Menschen im gesamten Land einen schnellen Internet-Zugang verschaffen. Für den Aufbau eines landesweiten Breitband-Netzes sollen in den kommenden acht Jahren umgerechnet rund 22 Milliarden Euro ausgegeben werden, wie der australische Premierminister Kevin Rudd am Dienstag ankündigte. Rudd stoppte ein Bieterverfahren, bei dem private Investoren beim Bau eines deutlich kleineren Breitband-Netzes zum Zuge hätten kommen sollen.
Statt dessen will nun der Staat die Kontrolle bei dem Projekt behalten und mit privaten Partnern ein gemeinsames Unternehmen für den Breitband-Bau bilden. Rudd verglich die Bedeutung des Breitband-Netzes für das Land mit dem Bau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert und dem des Stromnetzes im 20. Jahrhundert.
Nun soll ein modernes Glasfaser-Netz aufgebaut werden, mit dem ein Großteil der australischen Bevölkerung mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ins Internet gehen kann. Ursprünglich waren Geschwindigkeiten von bis zu zwölf Megabit pro Sekunde geplant gewesen. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen. Der Staat wolle seinen Anteil an dem neuen Breitband-Unternehmen fünf Jahre nach Inbetriebnahme des neuen Netzes wieder verkaufen, sagte Rudd.
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