
Analog-Abschaltung: Unsicherheit bei vielen Kabelkunden
Am 30. April 2012 wird das analoge Satellitenfernsehen abgeschaltet. Auf viele Fernsehzuschauer kommt damit eine Umstellung zu. Auch bei Kabelkunden herrscht noch Unklarheit darüber, ob sie davon betroffen sind.
Berlin/Unterföhring (dapd/red) - Wenn vom April 2012 an neben dem Antennen- auch das Satellitensignal digital auf die Fernseher trifft, ist Deutschlands TV-Landschaft noch lange nicht komplett digitalisiert. Die dritte Welle, die Kabelanschlüsse betrifft, bewegt sich nur langsam voran.
Kabelnetzbetreiber müssen für ihren analogen Switch-Off erst noch viele Straßen aufreißen. Ihre Infrastruktur stammt meist aus den 80er und 90er Jahren und ist daher oft völlig veraltet. Sie verlegen nun vielerorts leistungsstarke Glasfasernetze. Ein Projekt, das je nach Region noch Jahre dauern wird.
Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Kabel Deutschland (www.kabel-deutschland.de) wissen 30,7 Prozent der Deutschen noch nicht, dass Kabelkunden von der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens nicht betroffen sind. Die Hälfte der Befragten ab 14 Jahre (50,1 Prozent) wussten, dass die Kabelkunden generell keine Abschaltung des analogen Fernsehens zu befürchten haben. Lediglich 1,3 Prozent der Deutschen konnten mit dem Thema "Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens" gar nichts anfangen.
Kabel Deutschland wird die analogen Fernsehprogramme weiterhin verbreiten – parallel zu den digitalen und hochauflösenden Sendern (HD). Kabelkunden haben damit die Wahl zwischen analogem und digitalem Angebot. Satellitenkunden, die in ihrer Wohnung auch über einen Kabelanschluss verfügen, können auch zum TV-Kabel wechseln.
Unterdessen können auch technisch eher unbegabte Zuschauer, die über Satellit fernsehen, mit einem Kniff prüfen, ob sie das Signal noch analog oder schon digital empfangen: Die Videotexte der großen Sender wie ARD, ZDF, ProSieben und RTL geben auf Seite 198 Auskunft. Wer dort den Hinweis "Sie empfangen bereits digital" erhält, der kann sich auch künftig entspannt zurücklehnen. Alle anderen sollten bis zum Frühjahr nächsten Jahres ihre TV-Technik auf den neuen Stand bringen - oder sie blicken anschließend buchstäblich in die Röhre.
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