LTE: Mobilfunk-Standard mit Highspeed-Internet
Gerade erst wird das UMTS-Netz so richtig ausgenutzt, nämlich via mobiles Internet, da steht der nächste Standard schon auf der Matte: LTE (Long Term Evolution). LTE lässt UMTS wie eine lahme Schnecke aussehen - bis 50 Mbit/s sollen angeblich möglich sein!
LTE bringt rasende Daten mit bis zu 50 Mbit/s
LTE ist landläufig auch als "4G" bekannt - das steht für die vierte Generation des mobilen Internets. UMTS ist "3G", also die dritte Generation. Mit LTE soll man schneller im Internet surfen können als mit einem herkömmlichen DSL-Anschluss. In Zahlen: Mit dem LTE-Standard sollen Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s erreicht werden können, theoretisch sind sogar bis zu 100 Mbit/s und mehr drin - mehr geht derzeit auch beim stationären Internet via Glasfaserleitung oder via Kabelinternet nicht.
LTE ist auch ein DSL-Ersatz
LTE soll aber nicht nur das mobile Internet beschleunigen, es soll auch die letzten "weißen Flecken" auf der DSL-Landkarte beseitigen. Dort, wo es kein terrestrisches DSL oder Kabelinternet gibt, soll das Breitband aus der Luft kommen, via Mobilfunk also. Einige hundert Kommunen sind nämlich noch immer ohne Breitbandinternet, vor allem in ländlichen und eher dünn besiedelten Regionen. Von Unterversorgung spricht man, wenn der Internetanschluss nicht mindestens 1 Mbit/s schnell ist. Tipp: Wer nicht genau weiß, wie schnell sein Internetanschluss ist, kann auf Speedreport.de seine DSL Geschwindigkeit testen - das geht auch mit einem mobilen Zugang, also mit einem Surfstick beispielsweise!
Zwischenfazit: Abgesehen von dem immer noch teuren Satelliten-Internet ist LTE vielfach die einzig verbleibende Technik, mit der sich unterversorgte Regionen erschließen lassen. LTE hat Wimax als einstigen Hoffnungsträger jedenfalls längst den Rang abgelaufen.
LTE, das übrigens weniger störanfällig als UMTS sein soll, soll in den betroffenen Orten Abhilfe schaffen; die LTE-Anbieter wurden gar verpflichtet, LTE zuerst in diesen Orten anzubieten. Erst wenn deren Versorgung gewährleistet ist, geht man die LTE-Verfügbarkeit auch in den Großstädten und Mittelzentren an.
Alle Mobilfunker bieten LTE an
Die zur Anbindung von Endkunden erforderlichen Frequenzen ersteigerten die Mobilfunkanbieter im Jahr 2010, gleich danach begannen sie mit dem Netzausbau. Die begehrten Lizenzen im Bereich von 800 Megahertz ersteigerten die Telekom, Vodafone und o2 - begehrt deshalb, weil dieser Frequenzbereich eine große Reichweite hat. E-Plus bzw. BASE (so der Markenname der E-Plus-Tarife) investierte weniger und erwarb andere Frequenzbereiche. Auf denen wird man eine andere Technik einsetzen, das so genannte TD-LTE. Zugleich will man das HSPA+-Netz weiter auszubauen.
(Foto zum Beitrag LTE / Long Term Evolution: Fotoksa / Fotolia.com)