HSUPA - schnelle Uploads für Mobilsurfer
HSUPA ist die Abkürzung für "High Speed Uplink Packet Access" und eine Erweiterung des Übertragungsstandards UMTS. HSUPA sorgt für einen schnellen Upload bei der mobilen Datenkommunikation. Das Pendant zu HSUPA ist HSDPA; diese UMTS-Erweiterung steht für einen schnellen Download bei Mobilfunk-Anwendungen.Wie schnell ist HSUPA?
HSUPA ist hinsichtlich der möglichen Upload-Geschwindigkeit in Kategorien eingeteilt. Kategorie 1 entspricht Uploads mit 0,73 Mbit/s, schrittweise geht es dann bis Kategorie 5 mit 2 Mbit/s Upload-Speed.
HSUPA-Kategorie 6 mit 5,76 Mbit/s ist bisher nur zu Testzwecken in Gebrauch und bei der HSUPA-Kategorie 7 mit sagenhaften 11,5 Mbit/s erfolgt dann der Sprung in die 3GPP Technologie, welche sich mit noch schnelleren Geschwindigkeiten für künftige mobile Geräte und Anwendungen befassen wird.
Wo gibt es HSUPA?
In Deutschland wird HSUPA von D-Netzbetreibern Telekom Mobilfunk (D1 Netz) und Vodafone (D2 Netz) seit Mitte 2007 angeboten. In den E-Netzen ist bislang lediglich o2 (E2 Netz) in Ballungszentren aktiv; E-Plus (E1 Netz) hat in Sachen HSUPA noch keine Ausbaupläne bekanntgegeben.
Künftige HSUPA-Standards wie 3GPP und LTE sind noch in der Definitionsphase, in Experimenten demonstrierte Siemens bereits im Jahr 2006 erfolgreich HDTV-Streams von 30 Mbit/s, Ericsson schafft auf der M700-Plattform bereits seit 2008 im USB-Modemstick-Format 100 Mbit/s Download und 50 Mbit/s Upload. Diese Ultrahighspeed-Datenraten sind aber für den Konsumenten derzeit noch Utopie, denn Testphase und Festlegung des HSUPA-Standards sind zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Das mobile Internet ist also erstmal noch um einiges langsamer.
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HSUPA komprimiert Datenpakete
Die HSUPA- und HSDPA-Technologien beruhen auf innovativen Weiterentwicklungen bei der Komprimierung von Datenpaketen - ähnlich dem fast schon "historischen" GPRS-Standard. Sowohl an Sende- als auch an Empfangsteilen wird kontinuierlich geforscht, um die Datenkomprimierung weiter zu optimieren. Die Datentransfergeschwindigkeiten steigen, wie man an HSUPA gut erkennt, signifikant mit jeder Entwicklungsstufe weiter. Anwender mobiler Kommunikationsgeräte - etwa Smartphones, PDAs, Netbooks und Notebooks - sowie mobile Datenerfassungssysteme jeglicher Art werden von neuen Geschwindigkeiten wohl am meisten profitieren.
Hardware-Hersteller und Provider sind bei HSUPA-Etablierung gefragt
Es ist schon faszinierend mitanzusehen, wie schnell der technische Fortschritt mit zunehmender Vernetzung der beteiligten Firmen, Forscher und Datenspezialisten auch Früchte trägt. Ein Nadelöhr wird sich für den Anwender immer vorfinden lassen, aber die Industrie für Kommunikationshardware und führende Serviceprovider halten meist Schritt mit der Entwicklung. Gefordert sind - auch für eine gute HSUPA-Verbreitung - die Produzenten von Speichermedien und Stromquellen (Akkumulatoren) sowie digitale Anwendungstechnologien stecken immer noch in den Kinderschuhen. Der Verbraucher darf auf weitere Überraschungen hoffen.
(Foto: Elliot Westacott / Fotolia.com)