DSL-Modem (extern oder intern) an einem ISDN-Anschluss anschließen
Ein DSL-Modem an einen ISDN-Telefonanschluss anzukoppeln, dürfte auch DSL-Einsteiger vor keine Probleme stellen. Sie müssen lediglich den Splitter und das DSL-Modem in das bestehende System einbinden - wie's geht, lesen Sie in diesem Beitrag.
Zwei Leitungen zum Telefonieren und eine Leitung zum Surfen - das ermöglicht ein ISDN-Telefonanschluss nebst DSL. Die Einrichtung ist recht einfach, wie Sie sehen werden.
Arbeitsschritt 1: Telefon
Auf der "Telefonsseite" müssen Sie zwischen TAE (Telekommunikations-Anschluss-Einheit = Telefondose) und NTBA den Splitter anbringen. Stecken Sie dafür das Kabel des Splitters in die "F"-Buchse der Telefondose.
Der Splitter trennt Ihre Leitung in zwei Bereiche, nämlich in einen hoch- und einen niederfrequenten Bereich. Im niederfrequenten Bereich findet - wie zuvor auch - die Sprachübertragung (Telefon) statt, derweil die Übertragung von Daten (Internet) im hochfrequenten Bereich stattfinden. Bildlich gesehen wird die bestehenden Telefonleitung schlichtweg in zwei Bereich geteilt.
An den Splitter schließen Sie den NTBA (Network Termination for ISDN Basic rate Access) an. Das NTBA-Kästchen ermöglicht Ihnen das Anschließen von ISDN-fähigen Endgeräten. Gegebenenfalls haben Sie zwischen NTBA und Endgeräten auch noch eine ISDN-Anlage eingerichtet. Sollte dem nicht der Fall sein, hängen Ihre Endgeräte direkt am NTBA. So oder so kommen die Endgeräte wie Telefon und Fax zum Schluss.
Letztendlich müssen Sie also nur den Splitter zwischen NTBA und Telefondose stöpseln. An der ISDN-Anlage müssen Sie nichts verändern. Übrigens können Sie den Splitter schon vor Freischaltung des DSL-Anschlusses anbringen.
Arbeitsschritt 2: Internet
Die "Telefonseite" steht, das war bereits die "halbe Miete". Jetzt müssen Sie noch die Internetverbindung über Ihr DSL-Modem herstellen.
Es gibt drei Arten von DSL-Modems:
- Interne DSL-Modems (PCI-Steckkarte)
- Externe DSL-Modems mit USB-Anschluss
- Externe Modems mit Ethernet-Anschluss
Interne DSL-Modems, der Name sagt es bereits, werden in den Rechner eingebaut. Dazu muss der natürlich aufgeschraubt werden. Vorteil: Interne DSL-Modems sind platzsparend und man sieht sie nicht. Das aber ist zugleich ihr Nachteil - sollte Ihr DSL-Zugang fehlerhaft sein, sehen Sie keine LED-Lämpchen, die Ihnen über die Aktivitäten Ihres Modems Auskunft geben könnten.
Externe Modems sind mittlerweile arg geschrumpft und genauso klein wie "normale" Analog- oder ISDN-Modems - natürlich sehr zum Freude der User. Die externen Gerät gibt es wahlweise mit USB-Anschluss sowie mit Ethernet-Anschluss. Für letztere benötigt Ihr Rechner eine Netzwerkkarte, die per Ethernetkabel (auch "RJ 45-Kabel") an das Modem angebunden wird.
Gleichgültig, welche dieser drei Varianten Sie besitzen, eines ist Ihnen gemein: Das Modem wird bei einem ISDN-Telefonanschluss direkt mit dem Splitter auf der einen und mit dem Computer auf der anderen Seite verbunden - mehr müssen Sie nicht machen!
Übrigens: Bei Fragen rund um DSL - also auch bei Einrichtungs- oder Hardware-Problemen - können Sie gerne unser DSL Forum besuchen. Dort können Sie Fragen stellen und sich mit anderen Usern zu allen erdenklichen Themen austauschen.
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