VDSL: Downstream-Raten von über 50 Mbit/s
VDSL ist die Abkürzung für Very High Speed Digital Subscriber Line. Früher wurde dieser "Monstername" mit VHDSL abgekürzt, doch ist diese Bezeichnung mittlerweile veraltet. Auch die Bezeichnung BDSL ("Broadband Digital Subscriber Line") ist überholt.
Bei VDSL handelt es sich, wie auch bei ADSL, um eine asymmetrische Technologie - die Downstream-Raten sind stets schneller als die Upstream-Raten. VDSL ist eine DSL-Technik, mit der um einiges höhere Datenübertragungsraten mittels der herkömmlichen Telefonleitungen erzielt werden können. Die Technik liefert deutlich bessere Werte wie zum Beispiel ADSL oder auch ADSL2+. Aktuell gibt es zwei Standards bei VDSL, die beide von der Internationalen Fernmeldeunion festgelegt wurden. Das sind VDSL1 (ITU-T G.993.1) und VDSL2 (ITU-T G.993.2).
Der VDSL1 Standart wurde bereits vor einiger Zeit spezifiziert. Es sind dabei maximale Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 52 Megabit in der Sekunde möglich. Allerdings gilt es zu beachten, dass diese Werte immer mehr sinken, je länger die Anschlussleitung ist. Wenn zum Beispiel der Anschluss nur 900 Meter von der Vermittlungsstelle entfernt ist, so ist die Übertragungsgeschwindigkeit nur noch halb so groß. Im Bereich von zwei Kilometer Entfernung sind gar nur Geschwindigkeiten auf dem Niveau von ADSL möglich. Aus diesem Grund sollte die Entfernung möglichst klein gehalten werden. VDSL wird deshalb nur in Großstädten angeboten, wo die Bevölkerungsdichte hoch ist.
Der VDSL2 Standard hat das Discrete Multitone Verfahren als Basis. Bei einer 30 Megahertz Grenzfrequenz-Datenübertragungsraten sind bis zu 200 Megabit in der Sekunde möglich. Dieser Standard wurde erst 2005 im Frühjahr beschlossen. Anders als VDSL1, das bis heute weltweit nicht die große Beachtung findet, kann sich der Nachfolgestandard immer mehr durchsetzen. Das Ziel bei der Entwicklung war, dass so genannte "Triple-Play-Dienste" angeboten werden können. Damit ist die Kombination von Telefondiensten, Breitbandinternet und Fernsehen über IP (IPTV) gemeint.
Seit dem Frühjahr 2006 baut T-Home, ehemals die T-Com, ein engmaschiges Verteilernetz auf, das auch auf VDSL2 basiert. Das Netz soll im fertigen Zustand das größter dieser Art weltweit sein. Die Übertragungsrate bei den Daten ist ausreichend für aktuelle Triple-Play-Angebote.
IP-Fernsehen beispielsweise ist möglich in der Qualität von HDTV. Bereits seit Oktober 2006 wird seitens der Deutschen Telekom der VDSL2-Anschluss in zwölf deutschen Großstädten angeboten. Zudem ist das Angebot auch in Vororten und Nachbarstädten dieser zwölf Städte verfügbar. Zu den Städten zählen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Offenbach, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Fürth und Stuttgart. Bis Ende 2007 wird der Standard in weiteren Städten etabliert sein, beispielsweise in Bochum, Dortmund und Dresden. In Zahlen: bis Ende 2007 sollen 26 Städte und rund rund 8,2 Millionen Haushalte am Highspeed-Netz hängen. Ab 2008 ist der schrittweise Ausbau auf 50 Städte geplant.
Derzeit gibt es VDSL-Angebote nur von der Deutschen Telekom. Von der Festnetzsparte T-Home gibt es beispielsweise das Angebot des Pakets T-Home Entertain Comfort VDSL.
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