Die DSL-Arten: das "Who is who" der Breitband-Familie
Die so genannte ADSL-Technologie, wie sie im Privatkundenbereich angeboten wird, ist keineswegs die einzige DSL-Technik, die es gibt. In dieser Rubrik nehmen wir Sie mit auf einen kleinen Exkurs in die DSL-Familie gestern und heute.
xDSL als Dachbegriff für alle DSL-Arten
DSL ist nicht gleich DSL - auch wenn man immer nur von "dem" DSL spricht. Es gibt allerdings verschiedene DSL-Formen, die vor allem hinsichtlich der Geschwindigkeit und der zugrundeliegenden Technik variieren. Unter dem Dachbegriff "xDSL" werden alle erdenklichen DSL-Varianten zusammengefasst. Das "x" steht dabei als Platzhalter für einen Buchstaben, der die jeweils gemeinte DSL-Variante bezeichnet - etwa ADSL, SDSL oder VDSL. Für den deutschen Markt sind lediglich zwei DSL-Formen von Interesse: ADSL und SDSL. ADSL wendet sich vornehmlich an Privatverbraucher, derweil SDSL für Büros und Unternehmen interessant ist.
xDSL-Angebote tragen vornehmlich dem Umstand Rechnung, dass die Kommunikation per Internet aufgrund immer aufwändigerer Anwendungen (Multimedia-Anwendungen, Live-Videokonferenzen, Datentelefonie etc.) schnelle Transferraten benötigt. Ältere Verbindungsmöglichkeite - etwa Modems (56 kBit/s) oder ISDN-Anschlüsse (64 bzw. 128 kBit/s mit Kanalbündelung) - stoßen da schnell an ihre Grenzen. Wo in Sachen Online-Verbindung das Machbare ausgereizt ist, sind ruckelnde Bilder die Folge. Auch für andere Anwendungsbereiche, beispielsweise Telearbeit, sind hohe Transferraten unabdingbar. Fazit: Eine neue Form der digitalen Verbindung musste her - und das war DSL.
Derweil die Telekommunikationsanbieter hierzulande die ISDN-Technik flächendeckend verbreiteten, entwickelte man in den Vereinigten Staaten bereits Ende der 1980er bzw. Anfang der 1990er Jahre Dienste, die Daten und Sprache trennen. Als Vorreiter gilt das amerikanische Unternehmen Bellcore, das mit ADSL erstmals eine Protokollfamilie für den schnellen Datenaustausch entwickelte.
Das nämlich ist bei ISDN nicht der Fall - Sprach- und Datenübertragung laufen dort über eine Leitung. Das bedeutet, dass man als ISDN-Teilnehmer zwar gleichzeitig telefonieren und surfen kann, wenn aber zwei Personen telefonieren, ist die Leitung besetzt. Bei DSL ist das anders - DSL in Verbindung mit ISDN heißt zwei Telefonleitungen und einen Highspeed-Internetanschluss. Und das alles - ganz klar - parallel nutzbar. Anders gesagt: Für Datenübertragungen steht ein eigener Kanal zur Verfügung. Der Vorteil liegt auf der Hand!
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