Internet-Zugang über TV-Kabel
Über das (digitale) Fernsehkabel kann man nicht nur einige hundert TV- und Radioprogramme empfangen, sondern auch im Internet surfen und sogar telefonieren. Notwendig dafür ist ein modernisiertes, bidirektionales Netz, das diese Funktionen ermöglicht.
Internet über TV-Kabel ist im Kommen - soviel steht fest! Seit die Kabelanbieter ihr Netz modernisieren und dadurch neben TV-Empfang auch Internetzugang und einen vollwertigen Telefonanschluss anbieten können, gewinnt das Medium Kabel auch im Internetgeschäft an Bedeutung. Ein voll ausgestatteter Kabelanschluss macht sogar den Telefonanschluss überflüssig, den man ansonsten für einen DSL-Anschluss benötigt.
Die Programmvielfalt, die ein TV-Kabelanschluss ermöglicht, ist hinreichend bekannt - dass man über das TV-Kabel aber auch surfen kann, ist vielen noch nicht bewusst. Das aber liegt sicherlich auch daran, dass viele Kabelnetze eben noch nicht modernisiert wurden und deshalb auch keinen Internetzugang ermöglichen.
Um TV, Radio, Internet und Telefonie über Kabel in Anspruch nehmen zu können, benötigen Sie in erster Linie - natürlich! - einen Kabelanschluss. Damit aber ist es noch nicht getan, denn für den Highspeed-Internetzugang via TV-Kabel ist ein so genannter "Rückkanal" notwendig. Und genau den gibt's infolge der Netzmodernisierung. In diesem Zusammenhang spricht man übrigens auch von "bidirektionalen Netzen". Außerdem benötigen Sie ein spezielles Kabelmodem.
Der Markt der Kabelanbieter in Deutschland ist überschaubar, denn es gibt nur drei große Anbieter:
- Kabel Deutschland (13 Bundesländer)
- Unitymedia (Nordrhein-Westfalen und Hessen)
- Kabel BW (Baden-Württemberg)
Der größte Anbieter ist übrigens Kabel Deutschland, der aber wohlgemerkt nicht in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen erhältlich ist.
Wo genau diese Anbieter welche Produkte anbieten - ob nur TV-Kabel oder auch Breitband-Internet inklusive Internet-Telefonie -, das erfahren Sie auf den Internetseiten der Hersteller. Da der Ausbau zügig fortschreitet macht es wenig Sinn, an dieser Stelle einzelne Orte oder Regionen zu nennen. Kurzum: Informieren Sie sich diesbezüglich lieber aus erster Hand und machen Sie den Verfügbarkeitscheck auf der Website des Anbieters, der Sie interessiert.
Ein Wort zu den Geschwindigkeiten: Hier gibt es keine Standards wie das beim "normalen" DSL der Fall ist. Die Angebote variieren von Anbieter zu Anbieter, fangen bei ISDN-Geschwindigkeit an und gehen hoch bis 25 Mbit/s und mehr.
Neben den vier genannten Anbietern gibt es noch andere Kabelnetzbetreiber, die jedoch privat oder nur lokal tätig sind und deshalb von "geringerer" Bedeutung sind. Zu den bekannteren gehören hier NetCologne (Köln) oder NEFtv (Nürnberg).
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