Grundlagen
- Wo und wie bekomme ich einen DSL-Zugang?
- Benötige ich für DSL einen ISDN-Anschluss?
- Was benötige ich alles für einen DSL-Anschluss?
- Ist das Anschließen der Hardware kompliziert?
- Was ist T-DSL? Was ist ADSL? Was ist SDSL?
- Wie schnell sind ADSL, ADSL2, ADSL 2+ und VDSL?
- Ist mein Telefonanschluss besetzt, wenn ich online bin?
- Kann ich mit DSL faxen?
Wo und wie bekomme ich einen DSL-Zugang?
Zwei Sachen sind zu unterscheiden: Erstens benötigen Sie einen DSL-Leitungsanschluss, zweitens einen Provider, der DSL anbietet und mit dem Sie ins Internet gehen können.
Sie können DSL über die Deutsche Telekom beantragen (T-DSL-Anschluss) oder bei einem der zahlreichen Provider, die es gibt, beispielsweise bei 1&1, freenet, Tiscali, Lycos, GMX oder T-Online.
Bei allen Providern können Sie den DSL-Anschluss UND einen passenden Tarif bestellen - Sie müssen sich also nicht an zwei verschiedene Anbieter wenden.
Die Kosten für den Anschluss sind bei allen Anbietern in etwa identisch, während die Preise für den Internetzugang mitunter erheblich variieren können.
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Benötige ich für DSL einen ISDN-Anschluss?
Nein. DSL kann man mit einem analogen Telefonanschluss ebenso nutzen wie mit einem ISDN-Anschluss.
Einige (regionale) Telefon- und Internet-Anbieter bieten DSL und ISDN allerdings nur im Paket an.
Was benötige ich alles für einen DSL-Anschluss?
Sie benötigen grundsätzlich einen Telefonanschluss, einen Splitter und ein Modem bzw. einen Router.
Den Splitter erhalten Sie von Ihrem DSL-Anbieter meistens kostenlos.
Modem oder Router - auch als kabellose WLAN-Variante - erhalten Sie von Ihrem Anbieter zumeist subventioniert zu Ihrem Vertrag hinzu.

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Ist das Anschließen der Hardware kompliziert?
Nein, überhaupt nicht. Es müssen auch keine neuen Leitungen im Haus verlegt oder gar Wände aufgebrochen worden etc. Die neuen Geräte werden - grob gesagt - einfach an die bestehende Telefondose angesteckt.
Was ist T-DSL? Was ist ADSL? Was ist SDSL?
Derzeit unterscheidet man vornehmlich zwei DSL-Techniken: ADSL und SDSL. ADSL ist vornehmlich für Privatverbraucher und kleinere Unternehmen oder Selbstständige interessant, SDSL hingegen vornehmlich für Firmen.
Bei ADSL steht das "A" für "asymetrisch". In diesem Fall bedeutet das, dass Download- und Upload-Geschwindigkeit nicht gleich sind. Die Downloads sind bei ADSL immer schneller als die Uploads.
Bei SDSL steht das "S" für "symmetrisch". Das bedeutet, dass Down- und Uploads gleich schnell sind.
T-DSL wiederum ist keine eigene Technik, sondern lediglich der Produktname für das ADSL-Angebot der Deutschen Telekom AG. Wenn von T-DSL die Rede ist, ist immer die Übertragungstechnik ADSL gemeint.
Wie schnell sind ADSL, ADSL2, ADSL 2+ und VDSL?
Bei den verschiedenen ADSL-Arten gelten die folgenden Höchstgeschwindigkeiten:
- ADSL bis 8 Mbit/s
- ADSL2 bis 16 Mbit/s
- ADSL2+ bis 25 Mbit/s
- VDSL bis 52 Mbit/s
Ist mein Telefonanschluss besetzt, wenn ich online bin?
Nein, wenn Sie über DSL ins Internet gehen, bleiben alle Ihre Telefonleitungen frei. Bei einem analogen Telefonanschluss haben Sie nach wie vor einen Gesprächskanal, bei einem ISDN-Anschluss weiterhin zwei Kanäle.
Grund dafür ist der Umstand, dass Internetverbindungen über DSL zwar über Ihre Telefonleitung realisiert werden, aber in einem anderen Frequenzbereich stattfinden. Mit dem so genannten Splitter, den Sie infolge Ihres Auftrags kostenlos vom Netzbetreiber erhalten - etwa von der Deutschen Telekom AG -, wird Ihre Leitung quasi "aufgeteilt". Während in dem einen Frequenzbereich "Sprachdaten" übertragen werden (=Telefon und Fax), findet im anderen Frequenzbereich ausschließlich Datenübertragung statt (=Internet). Wenn Sie also beispielsweise einen ISDN-Anschluss haben, können zwei Leute parallel telefonieren, derweil auch eine Internetverbindung möglich ist.
Übrigens: Mit VoIP können Sie sogar kostengünstig und mit Ihrem herkömmlichen Telefon über das Internet telefonieren - informieren Sie sich!
Kann ich mit DSL faxen?
Nein - zumindest nicht grundsätzlich.
Grund dafür ist der Umstand, dass Internetverbindungen über DSL zwar über Ihre Telefonleitung realisiert werden, aber in einem anderen Frequenzbereich als die Sprachübertragung stattfinden. Das Übertragen von Faxen ist de facto eine Übertragung von Sprache, weshalb über die DSL-Leitung nicht gefaxt werden kann.
Mit dem so genannten Splitter, den Sie infolge Ihres Auftrags kostenlos vom Netzbetreiber erhalten - etwa von der Deutschen Telekom AG -, wird Ihre Leitung quasi "aufgeteilt". Während in dem einen Frequenzbereich "Sprachdaten" übertragen werden (=Telefon und Fax), findet im anderen Frequenzbereich ausschließlich Datenübertragung statt (=Internet).
Wenn Sie über Ihren DSL-Internetanschluss auch faxen möchten, benötigen Sie zusätzlich zum DSL-Modem bzw. DSL-Router auch eine Möglichkeit, sich per ISDN einzuwählen. Es gibt Hardware, die sowohl DSL- wie auch ISDN-Verbindungen herstellen kann. Dazu gehören beispielsweise die FRITZ!Card DSL USB oder die FRITZ!Card DSL, beide aus dem Hause AVM.
Altenerativ bieten viele DSL-Anbieter das Zustellen von Faxen per E-Mail an. Sie erhalten eine bundesweit gültige Nummer - etwa die 01805 - und können über diese Nummer dann Faxe empfangen, die Ihnen per E-Mail zugestellt werden. Ihre eigentliche Nummer kann aber nicht beibehalten werden.
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