DSL kündigen - oft schwerer als erwartet
Vorsicht vor dem Kleingedruckten: Oft ist es schwerer als man denkt, den Vertrag für Telefon und/oder DSL zu kündigen. Im Falle von Preiserhöhungen oder Vertragswechseln kann es dabei schon einmal zu Streitigkeiten kommen. Deshalb ist es besonders wichtig, vor Abschluss eines Vertrages genau hinzuschauen.Wer sein DSL kündigen möchte, sollte seinen Vertrag kennen
Laufzeiten, Kündigungsfristen und auch mögliche Kündigungsgründe sollte man kennen, bevor man einen Vertrag unterschreibt.
Bei Angeboten für Telefon- oder DSL-Anschlüsse, die auf den ersten Blick besonders günstig aussehen, weil sie beispielsweise niedrige Grundgebühren und Flatrates beinhalten, sollte man besonders aufpassen. Es kann sein, dass diese Vorteile durch andere Nachteile, wie eine lange Laufzeit, erkauft werden.
Umgekehrt werden für kurze Laufzeiten oder Kündigungsfristen häufig höhere Grundgebühren verlangt. Man muss also genau abwägen, was im konkreten Fall wichtiger ist.
Kann ich meinen DSL Vertrag vorzeitig kündigen?
Zunächst einmal gilt: In der Regel kann man jeden Vertrag innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss ohne Angabe von Gründen kündigen. Dieses Widerrufsrecht gilt auch für Verträge, die online abgeschlossen wurden. Sollten Sie also übereilt etwas unterschrieben haben und nach einigen Tagen bemerken, dass Ihr Vertrag ungünstige Konditionen bietet, können Sie den DSL-Vertrag innerhalb dieser Frist kündigen.
Stellen Sie allerdings erst nach längerer Zeit fest, dass Sie etwas übersehen haben, oder möchten Sie aus anderen Gründen Ihr DSL vorzeitig kündigen, wird es schon schwieriger. Oft ist dies nicht ohne Weiteres möglich. Die meisten Angebote haben eine Laufzeit von 24 Monaten. Früher kann man den DSL-Vertrag nur unter besonderen Bedingungen kündigen.
Vorzeitig den DSL-Vertrag zu kündigen ist nur selten möglich
Tatsächlich sind es nur wenige Gründe, die es erlauben, einen DSL-Vertrag vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit zu kündigen - ein Umzug ins Ausland etwa, ein Todesfall oder eine Privatinsolvenz.
Der wichtigste Grund, um DSL zu kündigen, ist oft ein zu langsamer DSL-Anschluss. Hier aber gilt: Bei Nichterbringung der vereinbarten Leistungen oder bei Tariferhöhungen gibt es keine ganz eindeutigen Regelungen, obwohl hier ein Sonderkündigungsrecht greifen kann.
Was viele Verbraucher auch nicht wissen: ein normaler Umzug reicht in der Regel auch nicht aus, um das DSL zu kündigen. Wenn der Anbieter auch am neuen Wohnort seine Leistung erbringen kann, muss der Vertrag weitergeführt werden. Einige DSL-Anbieter lassen sich auf Kulanzregelungen ein, dies sollte man jedoch nicht voraussetzen. Zudem werden teilweise Gebühren fällig, wenn man seinen DSL-Vertrag derart kündigen will.
DSL-Vertrag rechtzeitig kündigen und auf die Form achten
Auch sollte man in jedem Fall darauf achten, welche Kündigungsform der DSL-Anbieter verlangt: Manchen reicht eine E-Mail, andere erwarten die Kündigung in Briefform. Um sicher zu gehen, sollte man seinen Vertrag möglichst schriftlich kündigen und den Brief per Einschreiben verschicken. Nur so kann man die Kündigung wirklich nachweisen.
Dabei gilt das Datum des Briefeingangs beim Anbieter als maßgeblich, man sollte also nicht erst in letzter Minute zur Post gehen. Bei schwierigen Fällen - oder wenn Sie sich mit Ihrem Anbieter in Sachen DSL-Kündigung gar nicht einigen können -, hilft die Verbraucherzentrale weiter.
Vorlagen zur DSL Kündigung herunterladen
Auf den folgenden Seiten finden Sie Kündigungsvorlagen für DSL Anbieter.